Arschkarte

Heute beleuchtet der Rohrspatz einmal die Umstände, die zu einer Explosion führen.

Hä? Wird der Rohrspatz auf seine alten Tage militant oder am Ende sogar zum Chemiker? Wobei sich soeben die Frage stellt, ob eine Explosion ein chemischer oder physikalischer Vorgang ist. Chemisch sagen die einen, weil man Sachen braucht, die in die Luft gehen und ohne Sauerstoff läuft da gar nix und Sauerstoff ist nunmal etwas, das mit Chemie zu tun hat.

Gut, sagen die anderen, aber wenn was in die Luft fliegt, dann wird jede Menge Physik freigesetzt. Man denke nur daran, wie verändert die unmittelbare Umgebung aussieht, nachdem es gerummst hat und schon die Umschreibung „in die Luft fliegen“ setzt voraus, dass die Explosion über physikalische Kenntnisse verfügt.

Und jetzt kommt der Rohrspatz daher und behauptet, dass beide Fraktionen zwar Recht haben, dabei aber einen wesentlichen Bestandteil übersehen haben. Nach des Rohrspatzens Definition brauchts für eine richtige gute Explosion nämlich Lebensmittel.

Aha. Jetzt isser vollkommen übergeschnappt. Kaum scheint die Sonne etwas länger, dreht der Rohrspatz durch.

Nix da. Die Lage ist ernst. Ich will Ihnen gerne erklären, wie ich die Theorie untermauern kann und danach werden Sie mir zustimmen.

Alles fing damit an, dass ich heute beim Discounter meiner Wahl zum Einkaufen war, um das Abendessen zu sichern. Der normale Spatz frisst ja Würmer, ich bin da etwas anspruchsvoller außerdem führt der Laden wo ich verkehre keine Würmer. Vielleicht im Salat oder den importierten Himbeeren, aber die Sucherei nach Proteinen überlasse ich anderen.

Und was kocht der Rohrspatz, wenn draußen die Sonne zum Verweilen einlädt? Genau. Mafiatorte!

Machen wir es kurz, ich hatte keine Lust zum Teig Kneten und in meiner Kühltruhe schlummern sowieso jede Menge TK Pizzen und warten gespannt auf ihren finalen Einsatz. Jetzt fehlt nur noch der passende Belag aus Salami, Käse und Thunfisch.

Apropos Thunfisch. Neulich erfuhr ich, dass es hierzulande Leute gibt, die allen Ernstes Thunfisch in großen Mengen aufkaufen und horten. Sagenhafte 250 Dosen Thunfisch für den eigenen Verbrauch.

Warum ? Na wegen Japan. Fukushima. Radioaktivität strömt ins Meer und verseucht den Thunfisch. Und weil man den geliebten Thunfisch so gerne frisst, muss man doch Maßnahmen ergreifen und vorbeugen falls der Thunfisch knapp werden sollte.

Das in Japan soeben Zehntausende Menschen Opfer von Erdbeben und Tsunami geworden sind, spielt für diese Leute – wenn überhaupt – nur noch eine untergeordnete Rolle.

Diese Thunfisch-Leute haben doch einen Knall, denken sie. Genau, sage ich und da wären wir bei der dritten Komponente der Explosion. Der Knall. Also gut, ich habe etwas übertrieben, weil die besagten Leute scheinbar auch ohne den Thunfischkauf einen mächtigen Knall haben. Der Thunfisch war für mich nur so etwas wie ein Katalysator um die Gedankenkette in Gang zu setzen.

Schade nur, das Thunfisch keine Gräten hat und somit nicht im Halse stecken bleiben kann. In dem Fall würde ich täglich 10 Dosen stiften, beschränke mich aber auf die Verleihung der Arschkarte.

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